Pressemitteilung zum Abriss der Betty

Die Betty ist weg…

und wir stehen vor einem Trümmerhaufen. Einem Trümmerhaufen, der einst ein historisch wertvolles Gebäude in Rostock war und jetzt in Windeseile abgerissen wurde. Solch eine Windeseile macht stutzig, wenn wir die von dem Herrn Hörig immer wieder beschriebene „Schadstoffbelastung“ des Gebäudes bedenken oder wenn es plötzlich heißt: „Da kommt jetzt doch erstmal nur ’ne Wiese hin.“
Diese Hast scheint nötig zu sein, um weiterem Widerstand zuvorzukommen und damit über die ganze Sache, im wahrsten Sinne des Wortes, Gras wachsen kann.
Aber es ist nicht nur das Gebäude der Betty, was hier in Trümmern liegt, sondern vor allem auch die Glaubwürdigkeit der Institution Studierendenwerk und der Stadt- und Landesregierung.

An immer mehr Orten setzen sich Menschen für ihre lokalen Interessen ein, für ihre Kleingartenanlagen, für soziale Räume, für Umwelt und Gesundheit, die u.a. durch die Müllverbrennung bedroht wird und vieles mehr.
Und überall stoßen diese Menschen auf die Arroganz, Trägheit, Kurzsichtigkeit und Selbstbezogenheit in Wirtschaft und Verwaltung.
Es sind diese Lügen, Drohungen, Machtspielereien und Willkürhandlungen, wie wir sie erlebt haben, die allerorts Initiativen der Bevölkerung glatt bügeln und mundtot machen.
So wird die zerstörte Betty zu einem Symbol von Stadtgestaltung von oben. Einer Stadtgestaltung, die sich nicht an den Bewohner*Innen orientiert sondern an der kapitalistischen Verwertbarkeit.

Diese Schieflage macht uns wütend und zugleich motiviert sie uns, weiterzumachen und die Missstände zu bekämpfen. Für uns geht es jetzt erst richtig los.
Die Betty ist tot, lang lebe die Betty!
Denn für uns ist die Betty nicht einfach nur ein Haus, sondern es ist der Moment, an dem wir wieder zusammen kommen und uns den Interessen der Herrschenden in den Weg stellen.
Für Erhalt statt Zerstörung, hier und überall!

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