Erklärung zu den Ereignissen am Samstag, den 23.9. und warum wir das Haus verlassen haben

Der Samstag war ein spannender und erfolgreicher Tag.

Dank Eurer Unterstützung konnten wir das ehemalige Elisabethheim aus seinem Jahrelangen Dornröschenschlaf erwecken und mit neuem Leben, Ideen und Hoffnung füllen. Endlich wurde in Rostock wieder eine Besetzung gewagt.

Wir hoffen, dass durch diese Aktion viele Menschen ermutigt wurden, die Gestaltung ihres Viertels und ihrer Stadt in die eigenen Hände zu nehmen.

Unser vorläufiges Ziel war die Öffnung des Hauses für Interessierte, sowie den Protest gegen den Abriss und für eine gemeinschaftliche und offene Nutzung sichtbar zu machen. Dies ist durch die noch immer hängenden Transparente, Musikbeiträge, zahlreiche Besuche, gemeinsames Essen und viele motivierende Gespräche gelungen.

Das Haus war tagsüber für mehrere Stunden öffentlich zugänglich, bis die Polizei und der Verantwortliche des Studentenwerks vor Ort waren und das Gebäude abesichert haben, um den Zutritt weiterer Personen zu verhindern. Es folgten stundenlange Verhandlungen mit dem Ergebnis unserer Straffreiheit, dem Versprechen auf dem Außengelände weiterhin Veranstaltungen durchführen zu dürfen und die Transparente nicht abzunehmen.

Strafanzeigen hätten wir in Kauf genommen. Uns war aber wichtiger, dass wir durchgängig handlungsfähig bleiben und dass nicht (Polizei-) Gewalt im Mittelpunkt steht, sondern ein konstruktiver Prozess zur Realisierung unserer Ziele in Gang gebracht wird. Dafür war es gut, nach dem Verlassen des Hauses mit den Menschen auf der Straße in Austausch zu treten. Wir wünschen uns, dass die Betty als Allgemeingut betrachtet und genutzt wird. Darauf war unsere Aktion ausgerichtet. Die Zustimmung und Akzeptanz von verschiedensten Teilen der Gesellschaft – Gruppen wie Einzelpersonen- war überwältigend und gibt uns Hoffnung.

Alle gemeinsam haben wir den Abend tanzend und diskutierend am Feuer ausklingen lassen.

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